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... oder das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten

Welcome to Fabulous Las Vegas"The American Dream" oder auch "The American Way of Life" ist ein Lebenskonzept das von dem Grundsatz ausgeht, dass jedes Individuum mit ausreichend Wille und Arbeitskraft jedes gesellschaftliche Ziel erreichen kann, dennoch verbinde ich damit nicht nur den sprichwörtlichen Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär sondern viel, viel mehr.
 
Wenn ich an den American Way of Life denke, da meine ich vor allem die Mentalität der Einwohner der USA. Es ist die generell optimistische Einstellung Allem und Allen gegenüber - nach eigener Auffassung der US-Amerikaner - die weitgehendste Toleranz gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden und das Bestreben die eigenen Ideen und Vorstellungen auf andere Gesellschaften zu übertragen. Freiheit ist für diese Mentalität von zentraler Bedeutung, dennoch gibt es dabei ein Problem. Es ist die Inkompatibilität mit diversen Phänomenen der restlichen Welt (Klimaschutz, Begrenztheit der natürlichen Ressourcen, wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern, um nur einige davon zu nennen). Oft wird diese Lebensart von Globalisierungskritikern ironisch verwendet zur Kritisierung von Verschwendungssucht, Kapitalismus, Großmachtvisionen.Alles mit dabei - Haus, Bike und Boot
 
Diese Mentalität lernt man am besten kennen, wenn man quer durch das Land reist, was wir im letzten Sommer gemacht haben. Was dabei besonders aufgefallen ist - die Hilfsbereitschaft der Menschen, ohne auch nur ein Dankeschön zu erwarten. Wildfremde nehmen sich deiner an, sobald du in Not gerätst oder in einer Zwickmühle sitzt. Sie nehmen Naturkatastrophen gelassen hin und beseitigen die Schäden mit vereinten Kräften. Wir haben es gleich am Anfang unserer Reise erlebt.
 
Die Cottonwood Canyon Road, eine der wohl schönsten unbefestigten Scenic Backroads der USA, hielt uns einen Tag lang voller Bewunderung in Atem und eine ganze Nacht lang gefangen in unserem Auto. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben rechtzeitig aus dem Canyon zu kommen, um unsere Reise wie geplant fortzusetzen, als aus dem Nichts unser rettender Engel kam. Mit seinem Optimismus, der auch nicht den geringsten Zweifel zuließ, beseitigte er kurzerhand unsere angeborene Skepsis. Wir erlangten im Handumdrehen die Freiheit wieder und konnten unsere weitere Reise in vollen Zügen genießen.
 
Grenzenlose FreiheitEin paar Meilen weiter - es war die Ortschaft, in welcher wir zwei Tage davor übernachtet hatten, bei schönstem Sommerwetter, und mit einem traumhaften Sonnenuntergang am Pool - lag bei unserer Rückkehr der gesamte Ort unter einer 20 cm dicken rötlich, braunen Schlammmasse. Räumfahrzeuge schoben den Schlamm zur Seite, mit Hochdruckschläuchen machte sich der Rest der Bevölkerung daran die Spuren der vorangegangenen Nacht zu beseitigen. Es schien als wäre sowas an der Tagesordnung, denn die Menschen gingen mit einer Gelassenheit an die Arbeit, die uns Europäern, zumindest denen die nördlicher wohnen, fremd ist. Kinder genossen es mit ihren Fahrzeugen durch die rötliche Masse zu rasen. Es gab keinen der sie zurückgehalten hat. Sie waren sternhagelvoll Dreck, aber glücklich und es störte keinen. Man konnte sehen und auch spüren wie viel Spaß sie bei der Sache hatten. 
 
Leider habe ich das fotografisch nicht festgehalten. Ich war noch geschafft von der Nacht im Canyon und befand mich in einem Zustand von zu wenig Schlaf und Schock. Zusätzlich hatte unser Leihwagen soviel Dreck und Matsch aus der Cottonwood mit dabei, dass wir einige Stunden damit beschäftigt waren diesen mühselig zu entfernen. Als wir aus der Waschanlage kamen, haben wir vier riesige Haufen Dreck hinterlassen und hatten an die 20 Dollar an Münzen zum Waschen verbraucht.Google Street View im Death Valley angetroffen
 
"The American Way of Life" habe ich auch auf Fotos festgehalten. Mit einer zusammengestellten Auswahl versuche ich ein paar Eindrücke zu vermitteln, wie sich der Südwesten uns gezeigt hat mit all seinen Kuriositäten, Wetterkapriolen und nicht zuletzt ein bisschen was von dem American Way of Life, den wir zu spüren bekamen. 
 
Der Horizont war immer so weit weg, dass wir manchmal gar nicht glauben konnten unser Ziel je zu erreichen. Je mehr wir uns ihm näherten, desto mehr entfernte sich dieser von uns.  Aber nicht nur der Horizont war so weit entfernt, hier heißt es stets "groß, größer, am größten" und das in jeder Hinsicht. Die Werbetafeln am Straßenrand waren riesig und die Anzahl dieser auch mitten in der Wildnis (kein Zeichen einer menschlichen Siedlung so weit das Auge reicht) beeindruckend. Manchmal haben wir vor lauter Werbetafeln das eigentliche Ortsschild übersehen. Zum Glück half uns da unser Navi weiter, wenn es nicht mal wieder Ausdrücke verwendete mit welchen wir nichts anfangen konnten.
 
Es geht noch weiter, aber ein andermal. 
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Autor unbekannt