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Wer die alten Western noch kennt, der wird hier einige "Locations" entlang dem Apache Trail finden. Er beginnt und endet in Apache Junction (im Osten von Phoenix). Es sind 120 Meilen (193 km) durch Wüsten- und Berglandschaften, entlang von malerischen Bergseen, durch alte Goldgräber-Städtchen und zerklüftete Canyons, eine landschaftlich sehr  reizvolle und abwechslungsreiche Route in Arizona ... wie viele andere auch.
 
Bei einer Länge von knapp 200 km kann man sich nicht vorstellen diese Strecke nicht an einem Nachmittag bewältigen zu können, aber wir wurden eines besseren belehrt.

Apache Trail, Historic Route

Die Apache Trail Historic Road ist die nördliche Route dieses Rundwegs zwischen Apache Junction und Globe - siehe Treasure Map (Schatzkarte). Weil es auf der nördlichen Strecke so viel zu sehen bzw. zu besichtigen gibt, haben wir an unserem ersten Nachmittag in Arizona nur eine kurze Teilstrecke geschafft und sind gerade mal bis zur unbefestigten Straße etwa 21 Meilen (ca. 34 km) von Apache Junction aus gekommen.
 
Superstition Mountain Museum
Der erste Stopp unserer Reise kurz nach Mittag war bei 108°F (ca. 42°C) beim Superstition Mountain Museum. Das Museum sammelt, konserviert und zeigt  Artefakte, Geschichte und Brauchtum rund um die Superstition Mountains. Auf dem Gelände befinden sich die Elvis Memorial Chapel, Apacheland Barn (Scheune) mit dem Wild West Walk of Fame, einem Galgen und einigen weiteren Artefakten, welche in verschiedenen Western als Kulisse dienten.
 
Die Elvis Memorial Chapel ist ein Erinnerungsstück an den hier mit Elvis gedrehten Film "Charro" - habe den nie gesehen, aber es soll einer gewesen sein, in welchem er nur ein Lied gesungen hat. So geriet der Film wohl in Vergessenheit oder wurde erst gar nicht bekannt. Sein filmisches Talent bezog sich wohl doch mehr auf sein Talent zu singen, als zu spielen.
 
Heute ist ein lebensgroßer Elvis auf einem Podest in der Kapelle (wo sich sonst der Altar befindet) und die Wände sind mit Filmpostern geschmückt, die allesamt auf dem Gelände von Apacheland gedreht wurden. Ein Film lief gerade, habe mir nicht die Mühe gemacht herauszufinden, um welchen Film es sich gehandelt hat. Jetlag und die plötzlichen 42°C draußen haben mir ein wenig zugesetzt, so dass ich mich einfach nur hingesetzt und die Poster angeschaut habe. Von den hier angegebenen Filmen kannte ich so gut wie keinen. Ein paar Namen habe ich schon mal irgendwo gehört, aber die meisten waren mir unbekannt.
 
Die Kapelle wird heute noch für Hochzeiten benutzt, aber von romantisch kann hier wohl keine Rede sein. Kitschig ja, man bedenke nur den lebensgroßen Elvis als Altar und davor einen Pfarrer. Sollte jemand auf diese Weise heiraten wollen. Kein Problem. Reservierungen werden beim Museum angenommen.
Ein bisschen verschandelt haben wir auch eine Dollar-Note, aber da wir es nur von anderen abgeschaut haben - jede in der Glasbox eingeworfene Dollar-Note war mit Namen versehen, haben wir kein schlechtes Gewissen bekommen.  Auch im Gästebuch haben wir uns verewigt. Es ist zwar nicht viel, aber wenn jeder auch nur einen Dollar in die Glasbox wirft, kommt jeden Tag doch ein bisschen was zusammen. Das Geld wird für den Erhalt der Kapelle verwendet.
 
Im Gegensatz zu den 108°F draußen war es hier angenehm kühl und wir blieben eine Weile und haben versucht unseren Jetlag und den für uns plötzlichen Temperaturumschwung ein bisschen auszugleichen.
 
Dann gab es da noch die Apacheland Barn. Zusammen mit der Elvis-Kapelle waren es die einzigen Gebäude, die die beiden Feuer von 1969 und 2004 heil überstanden haben.
 
In der Scheune sind ähnlich dem Walk of Fame in Hollywood Fuß und Händeabdrücke von Wild-West-Helden aus Filmen ringsum aufgestellt zu sehen und ganz viele Autogramm-Bilder von Schauspielern, die hier gedreht haben, darunter auch John Wayne und Ronald Reagan.
 
Eingerahmte Zeitungsartikel preisen die glorreichen Zeiten des Apacheland Movie-Sets, welches für lange Zeit als Mecca des Western-Films galt.
 
Dean Martin und Jerry Lewis haben auch hier gedreht, aber auch Charlton Heston, Burt Lancaster und Kirk Douglas. Zumindest sind das Namen, die auch mir was sagen. Von zahlreichen anderen Leinwandhelden, die sich hier verewigt haben, hab ich bis dato noch nichts gehört.
 
Der hier aufgestellte Galgen wurde ebenfalls in zahlreichen Filmen, die in Apacheland gedreht wurden verwendet. Der neueste ist wohl der mit Kenny Rogers gedrehte "Gambler II, the Story Continues" (Der Spieler II, die Geschichte geht weiter) in welchem auch Linda Evans (bekannt aus der Serie "Dynasty" oder "Denver Clan") mitgespielt hat.
 
Da ich weder ein großer Fan von Wildwestfilmen bin (es gibt schon Ausnahmen) und noch weniger derartige Filme gesehen habe, musste ich das alles mühsam nachlesen, damit ich doch ein bisschen Geschichte kenne und die einzelnen hier ausgestellten Artefakte ein bisschen zuordnen konnte.
 
Heute sehe ich die Western von damals mit anderen Augen. Er könnte ja irgendwo gedreht worden sein, wo ich schon mal selber war oder vielleicht noch hingehen werde. ;-)
 
 
Goldfield Ghost Town
Nur ein paar Meilen weiter auf der linken Seite steht auf einmal eine Lokomotive direkt neben der Straße. Sie trägt die Aufschrift - Goldfield Ghost Town & Mine Tour Inc. Es handelt sich dabei um das Ortsschild dieser 1890 gegründeten Goldgräberstadt, heute Geisterstadt und Touristenmagnet. Dieses kleine Goldgräberstädtchen zeigt sich im ursprünglichen Glanz des 19. Jahrhunderts - zumindest von außen, denn innen sind größtenteils Souvenirläden bzw. Esslokale untergebracht.
 
Natürlich ist auch hier alles vollgestopft mit Kunst und Kitsch, aber einer ist mir besonders aufgefallen. Kunst und Kitsch war auf allen Innen- und Außenwänden, war auch auf dem Planwagen vor dem Geschäft aber kein Künstler oder Verkäufer weit und breit. So viel Vertrauen in wildfremde Menschen, kann man sich kaum vorstellen. Er hat sogar angegeben wo man Wechselgeld herbekommt.
 
Wir haben uns über eine Stunde im den Bergarbeiterstädtchen aufgehalten, haben sogar einen Kuchen gegessen (sofern man das als sowas bezeichnen kann) und eine kalte Cola (aus Versehen habe ich eine Cherry-Cola genommen - igitt) getrunken. Dann sind wir erneut zur Werkstatt bzw. dem Laden zurück. Schließlich wollten wir sehen wer dieser Künstler mit einem derartigen Vertrauen ist, aber immer noch keiner weit und breit zu sehen.
 

Diese Fotos in höherer Auflösung und viele weitere Fotos zu diesem Thema findet Ihr auf meiner
Google+ Seite TimeTraveler 911 in America im Album  Apache Trail (July 2012)

 
 
 
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Ein Leben ohne Träume, ist wie ein Garten ohne Blumen.