German Afrikaans Albanian Arabic Armenian Azerbaijani Basque Belarusian Bulgarian Catalan Chinese (Traditional) Croatian Czech Danish Dutch English Estonian Filipino Finnish French Galician Georgian Greek Haitian Creole Hebrew Hindi Hungarian Icelandic Indonesian Irish Italian Japanese Korean Latvian Lithuanian Macedonian Malay Maltese Norwegian Persian Polish Portuguese Romanian Russian Serbian Slovak Slovenian Spanish Swahili Swedish Thai Turkish Ukrainian Urdu Vietnamese Welsh Yiddish

Wer die Route 66 schon mal gefahren ist, weiß, dass die Menschen entlang der Mother Road eine einzige große Familie sind. Auch Fremde, die die Straße aller Straßen vielleicht nur ein einziges Mal befahren, werden als Mitglieder dieser großen Familie betrachtet und auch dementsprechend empfangen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, geben dir gerne Auskunft über alles was sie über die Route 66 wissen und stellen sich genauso gerne für ein Foto mit dir hin. 

Auch uns haben die vielen Menschen, die wir auf der Route 66 trafen, dieses Gefühl vermittelt. Aber nicht nur auf der Route 66. Überall, wohin wir auch fuhren - abseits der viel befahrenen Highways - wurden wir herzlich empfangen, von Menschen die wir gerade kennengelernt haben eingeladen oder von Wildfremden aus der Patsche gerettet. Ein paar Geschichten dazu habe ich schon festgehalten, einige weitere folgen demnächst.

Dazu möchte ich gleich vorab mitteilen, dass nicht alle auf dem Header ihren Platz gefunden haben.

Es gibt aber die Kategorie - Ganz besondere Menschen welche all diesen Menschen gewidmet ist und so nach und nach aufgefüllt wird. 

 

Menschen, die wir auf unseren Reisen getroffen haben

Ganz links auf dem Banner ist Joseph M. David unser Ritter in glänzender Rüstung, der rettende Engel als wir in der Cottonwood Canyon Road (im Grand Staircase Escalante National Monument) stecken blieben und die Nacht im Auto verbracht haben. Nachdem wir die ganze Nacht kaum ein Auge zugetan hatten, weil wir nicht wussten, ob wir an einer sicheren Stelle geparkt hatten, erschien uns die jüngere Version von Otto Waalkes als rettender Engel. Als erstes sahen wir an diesem Morgen den intensivsten Regenbogen, den ich je gesehen habe - aber vor lauter Staunen, vor knietiefem Matsch und unserer misslichen Lage habe ich die Kamera ganz vergessen, um dieses Ereignis festzuhalten. Genausowenig wie der tiefe Matsch durch den wir mussten und durch den uns Joseph gezogen hat.

Gleich daneben der Engel der Route 66 aus Seligman, Angel Delgadillo. Wir schlenderten einfach durch Seligman (das war 2010) und als wir gerade am Laden von Vilma und Angel ankamen, trat er heraus in die Sonne. Mit seinen über 80 Jahren war er noch jeden Tag auf dem Rad unterwegs in seinen Barbershop, der heute nur noch Souvenirshop ist und von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn geführt wird. Dennoch zeigt er sich Besuchern immer wieder gerne und erzählt jedem der danach frägt, wie von einer Minute zur nächsten in Seligman Totenstille eintrat. 2012 waren wir noch einmal dort, aber da hatten wir nicht mehr das Glück Angel anzutreffen. Er kam bei dieser Hitze (es waren über 40°C) meistens nur ganz früh und nur für kurze Zeit in den Laden, hat man uns gesagt.  

Das nachfolgende Bild zeigt uns mit Jim Hinckley, der Autor zahlreicher Bücher über die Route 66 und unermüdlicher Blogger zum Thema. Ich hatte daheim ein Buch über die "Ghost Towns of Route 66" und stöberte im Internet zu Sehenswürdigkeiten auf dem Weg und vielleicht auch zur historischen Route, die eher weniger befahren ist. Jim habe ich erst über Facebook kennengelernt und mit ihm ein Treffen in Kingman vereinbart. Wir haben ihn besucht und ich bekam mein Buch - das erst mal die halbe Welt umrundete - signiert und nochmals die halbe Welt zurück. Jetzt habe ich Jim Hinkley's Buch daheim, das für eine persönliche Signatur die Welt eigentlich einmal umrundet hat, in meinem Bücherschrank.

Bob Murray und Jackie Rowland Murray haben ihren eigenen Souveniershop in Oatman. Auch diese beiden habe ich erstmal über Facebook kennengelernt, aber nicht direkt einen Termin ausgemacht. Dachte mir, die sind bestimmt im Shop zu finden, wenn wir in Oatman während der Ladenöffnungszeiten da sind. Und so war es auch. Als wir 2012 bei ihnen vorbeigeschaut haben, waren sie kaum eine Woche verheiratet. Dazu gibt's später mehr in einer separaten Story.

Die schönste Erinnerung an unsere Reise 2012 begann in einem Waschsalon und führte uns nach Tropic, einen kleinen Ort an der Ostseite des Bryce Canyon außerhalb des Nationalparks. Es hat mit Jo-Ann und Dwayne Harkleroad zu tun. Jo-Ann alias J.D. Harkleroad hat bis dato 7 Bücher geschrieben und arbeitete gerade an ihrem Achten. Im Waschsalon kamen wir ins Gespräch und am Abend des gleichen Tages waren wir ihre Gäste. Am darauffolgenden Tag hatte Dwayne Geburtstag und wir wurden eingeladen. Mehr dazu irgendwann in einer separaten Story.

Und jetzt zu dem Typen mit dem langen Bart: Elmer Long. Ihr wisst nicht wer das ist? Von der Bottle Tree Ranch aber habt ihr bestimmt schon gehört bzw. auch das eine oder ander Bild gesehen. Diese "Ranch" ist weltweit bekannt. Als wir dort waren haben wir Menschen aus mehreren Kontinenten getroffen. Der an diesem Tag vom weitesten her kam, war aus Australien. Sein Traum war einmal die Route 66 zu fahren und dazu gehört natürlich auch Elmers Bottle Tree Ranch. Er hat für uns das obige Foto gemacht.

Das letzte Foto in diesem Header ist ein Foto mit einem richtigen Cowboy alias Dwayne, einem echten Cowgirl, Jo-Ann und den beiden Greenhorns Harald & Linda (... wie Karl May die Grünschnäbel so in seinen Wildwest-Abenteuern nannte). 

 

 
 
 


Glück entsteht of durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
Wilhelm Busch