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Die Busch-Nonne fährt einfach weiter

 
Eine Nonne, die es besonders eilig hatte, fuhr uns schon über mehrere  Kilometer so knapp hinterher, dass wir Angst hatten, dass sie beim geringsten Bremsversuch (unsererseits) bereits in unserem Kofferraum landen würde.
 
Also fuhren wir besonders vorsichtig, immer mit einem Blick auf die Nonne und ihr Auto.
 
Nachdem wir nun schon eine ganze Weile zügig dahin fuhren, wir hatten versucht die Nonne nicht weiter zu beachten und anscheinend gelang es uns auch, bis wir plötzlich ein komisches Geräusch hörten.
 
Ich dachte es wäre ein Auto, das auf der parallel verlaufenden Kiesstraße wie verrückt beschleunigt und die Steine aufwirbelt, mein Partner dachte es wäre ein vorbeifahrender Güterzug (die Schienen verliefen an dieser Stelle unweit der Kiesstraße parallel zu dieser). Dann sah ich im Seitenspiegel irgendwie ein Auto quer über die Fahrbahn fahren, tat es aber im nächsten Augenblick gleich als Sinnestäuschung ab.
Trotz regen Verkehrs ist der Nonne nichts passiert
 
Aber Harald, der das Ganze über drei Rückspiegel verfolgt hat, sagte mir ich muss unbedingt in meinen Seitenspiegel schauen. Unsere "Verfolgernonne" hat einen ganzen Strauch unter der Motorhaube. Erst dachte ich, er veräppelt mich, aber als ich seinen erstaunten Gesichtsausdruck sah, wusste ich, dass an seiner Aussage was dran war.
 
Sie war es die kurz vorher über die Straße geschlittert ist und das Geräusch das wir hörten muss wohl das "Abmähen" der Büsche am Straßenrand gewesen sein. Trotz Büsche unter der Motorhaube und zerbrochenem Blinker machte sie nicht einmal den Anflug eines Anstands anzuhalten und nachzusehen, ob mit dem Auto noch alles in Ordnung ist oder das Grünzeug zu entfernen. Schließlich war der Busch nicht gerade klein, wie man auf dem Foto sehen kann und er reichte bis über den Vorderreifen.
 
Sie saß einfach hinter ihrem Steuer, starrte mit ganz ernstem Gesichtsausdruck gerade aus und fuhr ohne auch nur eine Miene zu verziehen unbeirrt weiter, so als wäre nichts geschehen.
 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die wir "durchdiskutiert" haben, was wohl der Grund dafür sein könnte:

  1. Sie muss ihre Lesebrille aufgehabt haben und konnte nicht weiter als 70 – 80 cm vor sich was erkennen, ansonsten hätte sie den Riesen-Busch, der weit über die Motorhaube reichte bestimmt gesehen.
  2. Sie hat wohl vom Messwein des Priesters probiert und es blieb nicht bei einem Gläschen oder er war  mit Schnaps versetzt, denn von einem Gläschen Wein kann man so blind nicht werden, es sei denn der Wein war mit Glykol versetzt. 
  3. Es könnte auch eine Mutprobe gewesen sein, ob ihr Schutzengel mit dabei ist. Wenn dem so war, muss sie eine ganze Schar im Gepäck gehabt haben!
  4. Sie hatte einen äußerst wichtigen Termin beim Papst (die Straße auf der wir fuhren führte nach Rom) und wollte auf gar keinen Fall zu spät kommen.
  5. Sie brauchte noch Blumenschmuck für die Klosterkirche, hatte ihn aber vergessen auf dem Markt zu besorgen, also nahm sie ihn unterwegs mit.

Der Beweis, dass es sich tatsächlich um eine Nonne handelt

 
Was wohl ihre "Kolleginnen" im Kloster dazu gesagt haben als sie mit dem Grünzeug unter der Motorhaube zurück kam? Dazu meinte Harald, dass vielleicht alle Autos dort so aussehen und nur ihres noch nicht ganz dazupasste. Also musste sie es unbedingt den anderen gleich machen.
 
Ich denke, wenn ich noch weiter darüber nachdenke fallen mir weitere Unsinnigkeiten dazu ein. Ich weiß es ist ein bisschen gemein der armen, alten Klosterschwester gegenüber, aber es war so außergewöhnlich was uns da wiederfahren ist, dass bei der Suche nach einer logischen Erklärung, in diesem Fall einzig und allein die Logik auf der Strecke bleiben konnte.
 
Das musste ich unbedingt auf Fotos festhalten. Hättet ihr mir diese Geschichte ohne die Fotos geglaubt? 
 
Ich schnallte mich ab, kniete mich auf den Beifahrersitz und holte die Kamera vom Rücksitz und da der Ausblick durch die Heckscheibe nicht besonders war, habe ich es im Seitenspiegel probiert. Das Ergebnis ist doch beweiskräftig wink.
 
Um einem Auffahrunfall zu entgehen - sie machte immer noch keinen Anstand einen größeren Abstand zu uns zu halten und wir wussten zwar, dass sie ganz viele Schutzengel dabei gehabt haben muss, wir uns aber doch  nicht sicher waren, ob diese auch auf uns aufpassen - fuhren wir einfach bei der nächsten Tankstelle raus und ließen sie vorbeifahren.
 
 
 
 
 
 
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Fange an diesen Moment zu leben und du wirst sehen - je mehr du lebst, desto weniger Probleme wird es geben.
Osho